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Weltweite Proteste gegen PRISM und Tempora

Stop Watching Us - Regensburg

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Autor: bib   
10.000 Menschen demonstrierten bundesweit am 27.07.2013, dem ersten weltweiten Protesttag gegen staatliche Überwachung. Auch nach Regensburg waren zahlreich Menschen gekommen, um ihre Empörung zu zeigen. Bei tropischen Temperaturen mit teilweise über 35°Celsius im Schatten zog ein Protestzug mit rund 200 Teilnehmer vom Schloss-Emmeram-Park über die Maximilianstrasse, dem Domplatz, dem Kohlenmarkt und dem Haidplatz zum Bismarckplatz. Am Dom wurden die Demoteilnehmer von einem "Überwachungstrupp" observiert. Vor der Filmbühne am Bismarckplatz fand im Anschluss eine Kundgebung statt, an der Redner der Jusos, der Piratenpartei, der Linkspartei und der Grünen Jugend teilnahmen.

DEMO "Stop Watching Us - Stop PRISM" - Regensburg
Demoteilnehmer in Regensburg werden vor dem Dom von einem "Überwachungstrupp" observiert.

Kundgebung am Regensburger Bismarckplatz
Ein breites und buntes Bündnis politischer Jugendorganisationen und Parteien organisierte am Bismarckplatz eine Abschlusskundgebung.

Carolin Hagl, Jusos, Regensburg

Jan Kastner, Piratenpartei, Regensburg

Wolfgang Wittich, DIE LINKE, Regensburg

Sven Seeberg, Grüne Jugend, Regensburg
Carolin Hagl, Jusos, stellvertretende Vorsitzende der Jusos in Bayern und Regensburg sowie Stadtratskandidatin in Regensburg, war empört und zeigte das auch deutlich mit ihrer Rede am Regensburger Bismarckplatz. Sie forderte, die weltweite Überwachung der Kommunikation, sei es im Internet, sei es über das Telefonnetz, muss gestoppt werden.

Bemerkenswert war auch, dass die junge Juso-Politikerin zum Schluß ihrer Rede, dem zur Demo aufrufenden breiten Bündnis aus parteilichen Jugendorganisationen und Parteien, dem auch die Linke angehört, "Freundschaft" und Solidarität erklärte, um gemeinsam für einen politischen Kurswechsel zu kämpfen.

Orwell hatte recht,
der Staat macht uns zum Knecht!


Jan Kastner, Direktkandidat der Regensburger Piraten zur Bundestagswahl 2013, rief die Demoteilnemer auf, radikal die Grundrechte einzufordern. Lasst die Politiker, Beamten und Bürokraten dieser Welt wissen, dass sie für uns arbeiten, so Kastner.

Wolfgang Wittich, Direktkandidat der Regensburger Linkspartei zur Bundestagswahl 2013, bezweifelte, dass die Regierung Merkel irgendetwas an ihrer Überwachungspolitik ändern wird. Wittich forderte darum, die alliierten Vorbehaltsrechte aus dem Kalten Krieg gegenüber den USA und Großbritanien aufzukündigen.

Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt,
wird beides verlieren!


Sven Seeberg von der Grünen Jugend Regensburg referierte einige Gedanken zur Abwägung von Sicherheit und Freiheit in der BRD. Sein Tenor, wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.

Zum Ende der Kundgebung versagte dann die Verstärkeranlage. Sicherlich waren am Regensburger Bismarckplatz nicht die NSA, CIA oder der BND, sondern die tropischen Temperaturen von über 35°C im Schatten, der Grund dafür.

Tina Lorenz, OB-Kandidatin der Regensburger Piraten und eine der Organisatorinnen dieser Demo, zeigte sich überaus zufrieden. Trotz der teilweise unerträglichen Temperaturen, vorallem in der prallen Sonne, waren doch 200 Menschen bereit lieber gegen den Überwachungsstaat zu demonstrieren, anstatt zum Baden zu gehen. Natürlich sind das auf ganz Regensburg gesehen wenige, allerdings angesichts der Sahara-Hitze, doch eine ganze Menge, so Lorenz.

Impressionen "Stop Watching Us" in Regensburg am 27.07.2013

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Fotos: KraftZeitung (CC BY 3.0 DE) / Permalink durch Klick in das Bild

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#StopWatchinUs 26.07.2014