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Staatsbankrott

Die Finanzkrise & die EU

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Autor: Gert Flegelskamp   

Die Eurozone steht vor einer Zerreißprobe betitelt die Welt einen Bericht über die Auswirkungen in einigen EU-Ländern, die auch Mitglied der Euro-Zone sind. Dem Bericht nach werden die EU-Länder Spanien, Irland, Italien und Zypern jetzt durch Spekulanten angegriffen und als Vergleich wird der Fall des George Soros herangezogen, der mit seinen Spekulationen das britische Pfund in die Knie gezwungen hat.

Ein Auszug aus dem Artikel:
Die Investoren spekulieren bei den schwachen Ländern auf zwei mögliche Debakel: Dass ein Land gezwungen sein könnte, aus der Eurozone auszuscheiden. Schließlich ist der gemeinsame Euro eine Art Korsett gerade für kleinere Staaten. Ein einzelnes Land kann weder den Leitzins seinen Bedürfnissen anpassen, noch zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft eine eigene Währung abwerten. Steht es Spitz auf Knopf, gibt es auch keine nationale Zentralbank und damit die Möglichkeit, die Notenpresse anzuwerfen, um Schulden zu begleichen. "Im Fall eines Euro-Ausstiegs müsste ein Land Bankrott anmelden, sein Bankensystem würde in die Brüche gehen. Darüber hinaus würde ein Ausschluss aus der Wirtschaftsgemeinschaft drohen“, zeigt UBS-Ökonom Paul Donovan mögliche Konsequenzen auf.

Hier kann man zum ersten Male auch in einer Presseveröffentlichung nachlesen, was ich schon seit geraumer Zeit als eines der Hauptprobleme der EU und der Euro-Zone bezeichnet habe. Die Finanzminister der jeweiligen Euro-Länder sind eigentlich bloß noch Marionetten, denn sie können in Fällen wie jetzt nicht mehr steuernd eingreifen. Finanzschwache Länder wie bspw. Italien konnten in der Vergangenheit durch Abwertung ihrer Währung bei Turbulenzen auf dem internationalen Kapitalmarkt reagieren, sie konnten über ihre Zentralbank Zinskorrekturen vornehmen und damit ausgleichend solchen Angriffen entgegentreten. Beim Euro, einem Verbund von 16 Staaten, wird der Zentralbankrat der EZB den Teufel tun, ausgenommen natürlich, die hohen Herren sehen ihre eigenen Pfründe in Gefahr. Ich kann mich erinnern, dass es früher einmal hieß, ein Staat könne nicht bankrott gehen. Das scheint man heute anders zu sehen.

Fast amüsiert kann man im Bericht nachlesen, dass "die Politik alarmiert" sei. Ich habe bisher noch keinerlei Reaktionen der Politik feststellen können. Als naiver und von Unkenntnis befallener Normalbürger stellt sich mir natürlich die Frage, warum man nicht international Spekulationsgewinne derart hoch besteuert, dass es uninteressant wird, Milliarden oder gar Billionen in Spekulationen zu investieren. Die Antwort ist allerdings gar nicht so schwer. Kapitalismus können Sie mit einer Autofahrt vergleichen, allerdings mit einem Auto, bei dem die Bremsanlage nicht nur defekt ist, sondern erst gar nicht eingebaut wurde. Am Anfang fahren Sie auf ebener Straße und können die Geschwindigkeit mit dem Gaspedal regulieren. dann beginnt allmählich ein Gefälle, das immer steiler wird. Die Motorbremse (Regierungsapparat) gibt ihren Geist auf und Ihre Geschwindigkeit nimmt rapide zu, bis die Straße mit einer Klippe endet, die Sie unweigerlich hinabstürzen.


 
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