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Hetzerkarrieren in der BRD-GmbH

Thilo Sarrazin - Seite 3

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Autor: Gert Flegelskamp   
Zurück zu Sarrazin. Was dieser Mensch (ist er einer??) sich erdreistet, spottet jeder Beschreibung. Seine Hetzparolen gegen Arbeitslose und seine diesmal geäußerten Parolen zum Nachwuchs sind mehr als perfide. Fehlt nur noch, dass er Zwangskastrierung und Sterilisation von Arbeitslosen fordert. Seine Hetze gegen Rentner kommt aus einer Quelle von Leuten (incl. Sarrazin), die seit Jahren erfolgreich dabei sind, das Rentensystem zu zerstören. Die Renten sinken bereits seit Jahren, aber offenbar geht es Sarrazin nicht schnell genug. Ihn in der Bundesbank für das Risiko-Controlling verantwortlich zu machen ist gleichbedeutend, als wenn ein Hühnerzüchter seinen Hühnerstall durch einen Fuchs bewachen lässt. Er als Finanzsenator gehört mit zu den Tätern, die den nun als Finanzkrise bezeichneten Supergau des Kapitalismus ermöglichten und förderten. Entgegen den Ansichten vieler Menschen wussten sie, was passieren würde, denn es war ihre Aufgabe, das weltweite Finanzgeschehen zu beobachten und zu analysieren. Außerdem gibt es warnende Stimmen genug und welche Konsequenzen das Finanzgebaren im Kapitalismus hat, wurde in der Geschichte der letzten 200 Jahre mehrfach aufgezeigt. Dass diese Täter jetzt erneut eingebunden werden in die angebliche Bewältigung der Krise, zeichnet ein klares Bild der charakterlichen Eigenschaften unserer so genannten Elite. Was diese Elite so alles veranstaltet, beweisen auch die sich mehrenden Skandale. Derzeit sind es Intel und die Bahnvorstände, die für Schlagzeilen sorgen. Es geht dabei im Fall Intel fast unter, dass nicht nur die verantwortlich sind, die bestechen, sondern die Bestochenen mindestens ebensolche Schmutzfinken sind. Bei Intel betrifft das vor allem die Unternehmen der Metro-Gruppe (Otto Beisheim mit 4,85 Milliarden und Platz 18 sowie Michael Schmidt-Ruthenbeck, Reiner Schmid mit 3,35 Milliarden und Platz 35 lt. Liste der 300 Reichsten im manager-magazin 2008). Dass ausgerechnet ein Werner Müller als Chef des Aufsichtsrats der Bahn den Pfaffen spielt und den verantwortlichen Vorstandsmitgliedern für die Datenaffäre Absolution erteilt, damit sie Millionenbeträge mitnehmen können, ist fast schon ein Witz, aber in der Welt unserer "Eliten" der Normalfall. Werner Müller ist der Mann, der in der ersten Schröder-Regierung als Wirtschaftsminister zusammen mit seinem Kumpan Tacke (Staatssekretär) reine Lobbyarbeit für die Energiekonzerne geleistet hat.

Der Trend in Deutschland (was sage ich, in der gesamten westlichen Welt), dem sich Sarrazin verbunden sieht, ist der Trend hin zu einer solchen Elite, einer Elite, die nur den eigenen Vorteil im Blick hat und der jedes Mittel recht ist, diesen Vorteil zu wahren.

Angst werden kann einem dann, wenn man in der Augsburger Allgemeinen lesen kann, dass beim Patentamt München ein Patent angemeldet wurde, mit welchem Menschen nicht nur mittels RFID-Chip überwacht werden, sondern auch gezielt getötet werden können: Unsere "freie Presse" hat darüber mit dieser Ausnahme nicht berichtet, während in der Schweiz und in Österreich zahlreiche Presseorgane darüber berichteten. Das Patentamt München hat zwar das Patent nicht gegeben, doch könnte ich mir gut vorstellen, dass von zahlreichen Stellen in der Welt Interesse angemeldet wurde.

Gert Flegelskamp



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