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Landtagswahlen Saarland 2009

Lafontaine kandidiert zum Ministerpräsidenten

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Autor: bib   
Die Linke im Saarland zieht wie erwartet mit Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 30. August, meldete gestern die Nachrichtenagentur dpa.

Die Linke im Saarland wählte den Bundeschef ihrer Partei am Samstag auf einer Versammlung in Saarbrücken mit großer Mehrheit auf den ersten Platz der Landesliste. Von den 363 abgegebenen Stimmen erhielt Lafontaine 341. Das sind rund 94 Prozent. Auch die Landesliste für die Bundestagswahl führt Lafontaine an. Von 303 abgegebenen Stimmen erhielt er 280 (rund 93 Prozent), teilte eine Sprecherin der Partei mit.

Zuvor hatte Lafontaine in einer knapp einstündigen Rede seinen Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten nach der Wahl bekräftigt. "Ich möchte das Amt wieder übernehmen, ohne Wenn und Aber", sagte er. Es sei das Ziel seiner Partei bei der Landtagswahl, das Ergebnis der Bundestagswahl 2005, als die damalige WASG im Saarland auf 18 Prozent der Stimmen kam, "deutlich" zu übertreffen und die Regierung zu bilden. Nach der Wahl strebe die Linke eine Zusammenarbeit mit der SPD an, "auch wenn wir nicht stärker werden", betonte Lafontaine. Für die SPD war Lafontaine von 1985 bis 1998 Ministerpräsident des Saarlandes und hat im Moment gute Chancen dies 2009 wieder zu werden.

So fischte Müller bereit einen Tag vor der Inthronisation Lafontaines in der FAZ ein wenig am rechten Rand mit den Worten "Für Patriotismus war die CDU immer zuständig, das dürfen wir nicht anderen überlassen."

Dabei verschwieg Müller natürlich, dass es 1990 aber auch die CDU war, die die Vertriebenen verraten hatte. Kohl und Schäuble zusammen mit Genscher zum Beispiel behaupten heute noch, Gorbatchow hätte es zur Bedingung gemacht, die ehemaligen deutschen Ostgebiete bei Polen und Tschechien zu belassen, was Gorbi aber nachweislich bestreitet. (Lügt Gorbi oder Kohl?)

Lafontaine, als wahrscheinlich erster westdeutscher Ministerpräsident der Linken würde die bisherigen Machtverhältnisse vorallem im Bundesrat gewaltig durcheinander bringen. Dies dürfte von nun an nicht nur der Kanzlerin und so manch anderem Unions-Komödianten schlaflose Nächte bereiten, sondern ebenso Heiko Maas, der für die SPD als Ministerpräsidentenkandidat antritt.

„Was muss das Müller Pittchen die Bux voll han.“
So höhnisch redet nur einer über den saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) - dessen Vorgänger Oskar Lafontaine, und der will auch gleich noch im September 2009 Müllers Nachfolger werden.

Um das genauer zu Wissen muß die Wahl im Saarland abgewartet werden, denn alle diesbezüglichen Statistiken dürften wie gehabt unglaubwürdig sein, vorallem wenn es um DIE LINKE geht.