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Kommentar von Gert Flegelskamp

Gedanken zur Bundestagswahl 2013

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Autor: Gert Flegelskamp   
Der Termin für die Bundestagswahl 2013 rückt näher, eigentlich ein Zeitpunkt, an dem man beginnen sollte, über seine Wahl nachzudenken. Natürlich, theoretisch könnte ich mich verhalten, wie die meisten Menschen im Land (die, die noch wählen gehen), meine Wahlentscheidung nicht
"Wort"-Halter Ude - der SPD-Witz zur Bayernwahl
Für besonders witzig hält sich die SPD in Bayern. Der Münchner OB Ude bewirbt sich dort als "Wort"-Halter. Ob das bei der 3.Startbahn am Flughafen München dann so bleibt, darf bezweifelt werden. Sollte das Wahlergebnis die SPD zwingen mit der CSU zu koalieren, wird sie das aus Machtgier tun - 3.Startbahn hin oder her.
Das einzig witzige dabei ist nur, hätte Ude auf dem bayerischen Land selbst plakatiert, hätte er vermutlich alleine nicht wieder heim nach Schwabing gefunden. /bib
von der Politik der vergangenen Jahre abhängig zu machen, sondern tradiert wählen. Wäre ich gläubiger Katholik (eine für mich entsetzliche Vorstellung), dann würde ich natürlich CDU oder CSU wählen, denn so hätte es vermutlich der Herr Pfarrer gefordert und würde ich anders wählen, würde ich in der Hölle landen. Allerdings weiß ich nicht, ob das nicht besser wäre, als ständig auf Wolke 7 zu schweben und Hosianna zu singen.

Als Arbeiterkind würde ich traditionell natürlich die SPD wählen, denn das ist ja eine Arbeiterpartei, man muss nur daran glauben, so wie die CDU/CSU-Wähler ja auch glauben, ihre Partei(en) wären christlich.

Grüne pfeifen im Jahr 2011 auf Beschlüsse ihre Basis!
Zur Erinnerung: Am 25.06.2011 beschloss in Berlin eine außerordentliche Bundesdelegiertenkonferenz zur Energiewende: „Wir wissen: Der Atomausstieg ist bis 2017 seriös umsetzbar. Wir werden daher die Bundestagswahl 2013 zu einer Abstimmung über eine beschleunigte Energiewende machen. Im Falle einer GRÜNEN Regierungsbeteiligung werden wir die Rahmenbedingungen so ändern, dass das letzte AKW noch deutlich vor 2022 abgeschaltet wird.“

Bärbel Höhn, B90/GRÜNE, 30.06.2011
Fünf Tage später verkündet Bärbel Höhn in der Rheinischen Post das glatte Gegenteil!
Zitat: "Wenn wir 2013 mitregieren sollten, werden die Grünen an dem Zeitraum festhalten, dass bis 2022 der letzte Meiler abgeschaltet werden soll. Das heißt, wir werden den vorzeitigen Ausstieg 2017 auch nicht mehr als Zielsetzung im nächsten Wahlkampf haben."
Grüner Wahlkampf 2013 ignoriert Basis mit "Erfolg"!
Ein grünes Wahlplakat, das von einer Abstimmung über eine beschleunigte Energiewende spricht, gibt es nicht. Es gibt lediglich Video-Clips, womit die Bayerischen Grünen sich selbstbeweihräuchern. Ein Erfolg der Grünen sei demnach die Abschaltung des maroden AKW Isar-1. Zugleich wird in diesem "Erfolgs-Video" suggeriert, das auch das AKW Isar-2 samt Kühlturm von den Grünen weggeblasen und durch Windkraft ersetzt wurde.
Die Wahrheit ist jedoch, ohne dem GAU von Fukushima würde Isar-1 immer noch laufen. Ebenfalls wahr ist, dass das Abklingbecken von Isar-1 immer noch randvoll ist und als Zwischenlager benutzt wird. Vom AKW Isar-2, dass 2013 bereits 4 Störfälle hatte, ist bei den Grünen keine Rede mehr! Dieser Reaktor soll als letzter deutscher Meiler erst im Jahr 2022 abgeschaltet werden. /bib

Grüner Erfog? Isar-1 ist abgeschaltet! Und Isar-2?
Wäre ich Feminist oder Lehrer, kämen für mich nur die Grünen infrage, denn die sind ja für Gleichstellung und Umwelt. Aber Gleichstellung, das ist nichts für mich, war ich doch immer gewohnt, dass eine Frau mir sagt, wo es lang geht. Das würde mich nur verwirren. Andererseits, so ganz gleich ist ja auch nicht gemeint, oder? So wie ich das verstehe, dürfen die Männer als Antwort auf eine plurale Aussage (Frauen sagen immer, WIR müssen das und das machen, wenn es die Männer machen müssen) sich künftig auf ein Ja beschränken und das Schatz ist dann optional.

Dann ist da ja noch als Alternative die FDP, die kämpfen ja für Freiheit und Demokratie. Aber das ist eine kleine Partei und deshalb kann sie auch nicht für alle kämpfen, sondern nur für Leute ab Hotelbesitz aufwärts und weil ich kein Hotel (nicht mal eines) habe, können die ja auch nicht für mich kämpfen und die FDP fällt damit für mich aus.

Doch mein Problem ist, dass ich nicht tradiert wähle und das fordert von mir eine Entscheidung, die bei den meisten Leuten dann so aussehen kann, dass sie das kleinere Übel wählen. Aber das Problem dabei ist, dass ich inzwischen glaube erkannt zu haben, dass es das kleinere Übel nicht gibt, sondern dass es wie ein Gefängnisinsasse eingesperrt ist und deshalb das Übel nicht voll ausleben kann. Das Gefängnis der Parteien nennt sich Opposition und erlaubt diesen Parteien eigentlich nur, ständig zu behaupten, sie wären die Guten, obwohl sie in der Regel fast alle Schweinereien mitmachen, die das derzeit aktive Übel verübt.

Welche Partei soll ich aber dann wählen? Die Linken geht ja gar nicht, das sind ja alles Sozialisten (was ist das eigentlich, ein Sozialist??) und außerdem kommen die ja aus der ehemaligen DDR, wo man die Leute alle überwachen ließ. Das würden die anderen Parteien ja nieeee machen.

AfD - Alternative oder nicht?

Das Netz ist kreativ, auch bei der Kritik! Seit einigen Wochen kursiert im Internet diese Persiflage über das AfD-Parteilogo. Neben fehlender Kompetenz bezüglich sozialer Gerechtigkeit, wird der AfD auch ein Mangel bei den Themen Steuergerechtigkeit, Gesundheitspolitik, Innen- und Aussenpolitik sowie bei der Umweltpolitik vorgeworfen. Nach unseren Recherchen strebt auch die AfD keine Verfassung nach Artikel 146 Grundgesetz an und hat auch keine Position zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Partei anstatt der FDP, die mit großer Wahrscheinlichkeit im nächsten Bundestag nicht mehr vertreten sein wird, den Steigbügelhalter für die Union geben wird, damit die CDU/CSU mit Merkel erneut regiert. Dies würde aber mindestens Stillstand, wenn nicht sogar ein weiterer Rückschritt in Richtung Überwachungsstaat, Polizeistaat und Abbau der Demokratie bedeuten.

So gesehen ist diese "Alternative" nicht wirklich eine für Deutschland um die aktuelle USA/UK/NATO-Vasallenpolitik endlich zu beenden. /bib

Hier das AfD-Logo im Original:
Also müsste ich eine neue Partei wählen, z. B. die AfD (Alternative für Deutschland). Aber halt, ich finde Deutschland, abgesehen von den Parteien und einigen anderen weniger sympathischen Leutchen eigentlich ganz gut. Das bedeutet, ich will keine Alternative, auch wenn die versprechen, den Euro abzuschaffen. Dieses Versprechen halte ich für ungefähr so glaubwürdig, als würde ich jemandem versprechen, ihm oder ihr eine Million zu schenken. Ich habe keine Million, nicht einmal einen Bruchteil davon, also wäre es ein leeres Versprechen und mehr ist das Versprechen der AfD auch nicht, denn selbst, wenn es ihnen ernst damit wäre, könnten sie es nicht, denn längst ist dieses Land ja an die EU und an den Euro gefesselt und würden wir versuchen, diese Fesseln zu lösen, ständen sofort die Briten, die Franzosen und die Amis auf der Matte und würden uns Verträge vor die Nase halten, die die früheren Regierungen von Deutschland wohl gar nicht kennen, sondern lediglich unterschrieben haben.

Und haben wir nicht schon lange das Gefühl, dass zu viel Beamte in der Regierung auch nicht gut sind? Da gilt es doch zu überlegen, ob einer Partei aus größtenteils verbeamteten Professoren wirklich eine Alternative ist, dazu noch Ökonomen, die zwar keine Prognosen für die nächsten 3 Monate hinkriegen, aber ganz sicher wissen, was in 30 bis 60 Jahren los sein wird. Neee, das gehe ich lieber auf die Kirmes (manche sagen auch Rummel dazu) und suche ‚ne Bude mit einer Wahrsagerin und ihrer Glaskugel. Wenn deren Versprechen nicht eintreffen, bin ich nicht enttäuscht, denn damit habe ich ja insgeheim gerechnet.

Aber welche Partei soll ich denn dann nur wählen? Nun, inzwischen weiß ich, dass das eigentlich egal ist, denn außer der Linken sind alle diese Parteien mit ihren Spitzenleuten in den verschiedensten Netzwerken tätig, die kann man zwar nicht offiziell wählen, wählt sie aber automatisch, wenn man CDU/CSU, SPD, FDP oder Grüne wählt und ich glaube, dass die Entscheidungen in diesen Netzwerken getroffen werden. Wirklich? Na ja, vielleicht eher umgesetzt werden, während Big Brother, der auf der anderen Seite des großen Teichs, sagt, wo es lang geht.

auf der nächsten Seite: Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt!

 
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