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Demo auf dem Münchner Marienplatz

Keine 3. Startbahn!

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Autor: bib   
Rund 10.000 Menschen waren am vergangenen Samstag zur Großkundgebung «Keine 3. Startbahn! Für Bayerns Zukunft» zum Münchner Marienplatz gekommen. Ein buntes Heer an Demonstranten aus allen Gesellschaftsschichten zeigte seinen Unmut über das geplante Grossprojekt im Erdinger Moos.

Fluglärm am Münchner Marienplatz

Helga Stieglmeier, Sprecherin des Aktionsbündnisses "aufgeMUCkt" und Moderatorin der Kundgebung, führte den Anwesenden die übliche Fluglärmbelastung für die Anwohner in Attaching oder Berglern vor. Der Münchner Marienplatz wurde mit heftigem Fluglärm beschallt, dass so mancher Demonstrant die Ohren zu und den Atem anhielt.

Hartmut Binner, Sprecher aufgeMUCkt
Hartmut Binner beschuldigte die FMG-Anteilseigner der bedingt vorsätzlichen gefährlichen Körperverletzung.

Hubert Aiwanger, MdL, Freie Wähler
Hubert Aiwanger: "Wäre ich nicht so tierlieb, würde ich den Ude so lange in den Kälberstall einsperren, bis er sich von der dritten Startbahn verabschiedet."

Eva Bulling-Schröter, MdB, DIE LINKE
Eva Bulling-Schröter an die CSU: "Werd's, endlich christlich und sozial und denkt's an die Gesundheit der Menschen!"

01.11.11, euronews: Risiko Landeanflug
Weil das Fahrwerk defekt war, legte eine polnische Boeing 767 auf dem Warschauer Flughafen eine Bauchlandung hin.
Gegen den Bau einer 3. Start- und Landebahn am Flughafen München, sowie gegen den weiteren massiven Ausbau der Drehkreuzfunktion, sprachen sich zahlreiche Vertreter von Parteien, Kirchen und Umweltschutz- organisationen aus.

Zur Demonstration am 29.10.2011 kamen auch vier Mitglieder des "Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21", um zu zeigen, dass beide Projekte nur aus Prestigegründen gebaut werden sollen.

Hartmut Binner, einer der Sprecher des Aktionsbündnisses aufgeMUCkt, beschuldigte die FMG-Anteilseigner, namentlich den Freistaat Bayern, die Stadt München und im Besonderen die Regierung von Oberbayern als planfeststellende Behörde, der bedingt vorsätzlichen gefährlichen Körper- verletzung. Als pensionierter Polizist dürfte Hartmut Binner ganz genau wissen, wovon er spricht.

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger war am Vormittag ebenfalls auf den Münchner Marienplatz. Der Besuch des Münchner OB Christian Ude auf Aiwangers Bauernhof in Rahstorf bei Rottenburg an der Laaber, fand dann am Nachmittag statt. Aiwanger wörtlich: "Er will mich kennenlernen, er kann mich kennenlernen. Wäre ich nicht so tierlieb, würde ich den Ude so lange in den Kälberstall einsperren, bis er sich von der dritten Startbahn verabschiedet." Wie der Presse dann am Sonntag mitgeteilt wurde, hatte der Münchner OB Ude "Schwein" - und durfte Aiwangers Bauernhof auch ohne Zwangsaufenthalt wieder verlassen.

Die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter aus Ingolstadt, Vorsitzende des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages, warnte, dass mit der dritten Startbahn weitere Schulden entstehen, die nicht die Profiteure des Projekts, sondern die Steuerzahler am Schluss tragen werden. Weiter appellierte Bulling-Schröter an die CSU: "Werd's, endlich christlich und sozial und denkt's an die Gesundheit der Menschen!"

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Biermösl Hans Well und seinen Kindern Tabea und Jonas

Mit den Worten "Grias God beinand. Dear japanees tourists, we are not the "Glockenspiel", but we want am Ude praktisch laid'n wos g'schlong hod" eröffnete Hans Well sein Liveset auf dem Münchner Marienplatz. Well war mit seinen Kindern Tabea und Jonas gekommen. So mancher Demonstrant hatte vor Lachen Tränen in den Augen, als Familie Well erst gegen die dritte Startbahn und dann gegen das Glockenspiel ansang.

Msgr. Rainer Boeck,
Direktor des Kardinal-Döpfner-Hauses

Monsignore Rainer Boeck: "Die Kirche wird keinen Grund im Bereich der dritten Startbahn an die FMG verkaufen"

Prof. Dr. Hubert Weiger,
BN Bayern und BUND Deutschland

Prof. Dr. Hubert Weiger: "Der Flugverkehr ist einer der Hauptge- fährdungsfaktoren des Klimas und deswegen müssen wir in begrenzen"

Dr. Christian Magerl,
MdL, Bündnis90/Die Grünen

Dr. Christian Magerl: "Die Lufthansa ist Hauptverursacher der Umsteigeverkehre, der damit sukzessive die Kapazitäten des Flughafen München vernichtet."
Monsignore Rainer Boeck kündigte an, dass die Kirche keinen Grund im Bereich der dritten Startbahn an die FMG verkaufen wird. Die katholische Kirche steht an der Seite der Menschen und unterstützt alle Pfarreien bei deren Bemühungen, das Wohl der Menschen an die erste Stelle zu rücken, so der Freisinger Domrektor.

Prof. Dr. Hubert Weiger vom BN Bayern und BUND Deutschland forderte weniger Flugverkehr statt mehr. Er wies auf die Auswirkungen durch Kondensstreifen von Flugzeugen hin. Nach seiner Aussage ist der Flugverkehr extrem klima- schädlich. Weiger wörtlich: "Der Flugverkehr ist einer der Hauptge- fährdungsfaktoren des Klimas und deswegen müssen wir ihn begrenzen"

Dr. Christian Magerl, der umwelt- politische und tierschutzpolitische Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag betonte, dass sich die aktuellen Flugbewegungen am Münchner Flughafen derzeit nur auf dem Stand des Jahres 2006 bewegen. Insofern ist nach Magerl kein Bedarf für eine dritte Startbahn gegeben. Er forderte weiter die Besteuerung von Kerosin und benannte die Lufthansa als Hauptverursacher der Umsteigeverkehre, der damit sukzessive die Kapazitäten des Flughafen München vernichtet.

Magerl, der zugleich Vorsitzender der Kreisgruppe Freising im Bund Naturschutz Bayern ist, appellierte an die Bürger, sich zahlreich an dem Münchner Bürgerbegehren und an der Massenpetition «Gegendruck» gegen den Bau der 3.Startbahn zu beteiligen.

Bei der Kundgebung sprachen unter anderem noch der Freisinger OB Dieter Thalhammer (SPD), der Landrat und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Michael Schwaiger (FW), der SPD-Bezirksvorsitzende von Oberbayern, Ewald Schurer (MdB, SPD), der Dekan des ev. Dekanatsbezirks Freising Jochen Hauer, sowie Fraktionschefin der Bayerischen Landtags-Grünen Margarethe Bause. Musikalisch eingerahmt wurden die Reden durch die Band „Herzbluat“

Für die Initiatoren der Demo war die Veranstaltung auf dem Münchner Marienplatz ein voller Erfolg. Die Demonstration war der Auftakt zu zwei Unterschriftensammlungen, mit denen die dritte Startbahn am Münchener Flughafen gestoppt werden soll. Damit es in München zu einem Bürgerentscheid kommt, müssen dort 27.000 Unterschriften zusammenkommen. Allerdings können bei dem Bürgerbegehren ausschließlich Münchner teilnehmen, wo hingegen an der Massenpetition «Gegendruck» sich jede(r) Bayerische Bürger(in) beteiligen kann.

Download:
Aktionsbündnis aufgeMUCkt: PM zur Massenpetition «Gegendruck»
Aktionsbündnis aufgeMUCkt: Unterschriftslisten Massenpetition «Gegendruck»

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Aktionsbündnis AufgeMUCkt

Archiv:
AufgeMUCkt bei der SPD
Der mobile Lärmgenerator
Der Oktoberbaum von Attaching



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